Churer Maiensässfahrt
Seit mehr als 155 Jahren findet die traditionelle "Maiensässfahrt" der Schuljugend statt - einer der innigsten Bräuche von Chur.
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 Nach dem Auszug aus der Stadt früh morgens (r.) wird die Freiheit auf den Churer Maiensässen genossen. |
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Seit dem Jahr 1855 wandern die Churer Schulkinder in Begleitung der Lehrerinnen und Lehrer jeweils an einem Spähtfrühlingstag bei schönstem Wetter zu den Churer Maiensässen hinauf. Los geht es am frühen Morgen um 7 Uhr mit dem gemeinsamen Auszug aus der Stadt durch das Obertor. Bis weit in den Nachmittag hinein verbringen die rund 3000 Schulkinder den Tag in den Bergen bei Spiel und Spass, beim Bräteln am offenen Feuer und bei Ruhepausen im frischen Berggras. Abgeschlossen wird der Tag nach der Rückkehr in die Stadt hinunter jeweils mit dem Umzug um 19 Uhr vom Martinsplatz zur Quaderwiese, flankiert von (fast) der gesamten Churer Bevölkerung. Tausende Kinder, unterstützt von den Erwachsenen, singen dann nach der obligaten Ansprache auf der Quaderwiese das Churerlied und das Maiensässlied „Stiller Berg, viel lieber Wald“. Dann der abschliessende Höhepunkt, wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer vom hohen Rednerpodest aus jedes Jahr den Kindern den erlösenden Satz zuruft: „... und Mora isch schualfrei!“. Für die organisatorische Grossleistung des Anlasses "Maiensässfahrt" arbeitet die Stadtschule Chur eng mit der Stadtpolizei, der Forst- und Alpverwaltung und den Werkbetrieben zusammen. Daten Maiensässlied.mp3 Maiensässlied 1 (Text) Maiensässlied 2 (Text) „Churer Maiensässfahrt – gestern, heute, morgen“ – über 120 Interessierte besuchten den Vortrag von Schuldirektor Gion Caviezel zur Churer Maiensässfahrt. Eingeladen hat Diakon Martin Jäger im Rahmen von „tschent – der Generationentreff“. Im Vortrag wurde auf die Entstehung eingegangen und die Entwicklung der Churer Maiensässfahrt im Wandel der Zeit beleuchtet. Ebenfalls wurden Filmdokumente der Maiensässfahrt aus dem Jahr 1941 und von heute angeschaut und kommentiert. Das Publikum konnte dabei einerseits in Erinnerungen schwelgen, sich aber auch davon überzeugen lassen, dass die Maiensässfahrt wie in all den Jahren zuvor noch heute gelebt wird. Vortrag
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